Die schönen Unbekannten

Marienblick Eisenach - Blick auf die Wartburg

Wie kaum eine andere Burg Deutschlands ist die Wartburg mit der Geschichte Deutschlands verbunden. 1211 bis 1227 lebte die später heiliggesprochene Elisabeth von Thüringen auf der Burg. 1521/22 hielt sich der Reformator Martin Luther als „Junker Jörg“ hier versteckt und übersetzte während dieser Zeit das Neue Testament der Bibel („Septembertestament“) in nur elf Wochen ins Deutsche. Johann Wolfgang von Goethe weilte mehrfach hier, erstmals im Jahre 1777. Am 18. Oktober 1817 fand auf Einladung der Jenaer Urburschenschaft anlässlich des 300. Jahrestages des Thesenanschlags Martin Luthers (31. Oktober 1517) und im Gedenken an die Völkerschlacht bei Leipzig (16. bis 19. Oktober 1813) auf der Burg das erste Wartburgfest statt. Das zweite Wartburgfest wurde im Revolutionsjahr 1848 veranstaltet. So ist es nicht verwunderlich, dass die Burg bereits im 19. Jahrhundert als nationales Denkmal galt.

Quelle: Wikipedia Absatz zur Geschichte der Wartburg
Marienblick Eisenach

Inhalt der Sagenstation - Marienblick

Der schönste Ausblick zeigt uns die wohl bekannteste Burg in Deutschland – die Wartburg bei Eisenach. Der Sage nach soll sie im 11. Jahrhundert erbaut worden sein. Seit 1999 zählt sie zum UNESCO Weltkulturerbe und ist einer der größten zeitgeschichtlichen Schätze unserer Region. Erfahre im Nachfolgenden, mit welcher List die Burg erbaut worden ist. Im Übrigen befinden wir uns hier auf einer der ältesten Handelsstraßen aus vergangener Zeit. Die „Weinstraße“. Sie war die wichtigste Straße, welche den Süden mit dem Norden verband – eine „Autobahn“ des Mittelalters, 1197 erstmalig erwähnt. Die Herkunft des Namens „Weinstraße“ ist umstritten und der Bedeutung nach könnte es sich um eine Straße für den Transport von fränkischem Wein oder auch um eine „Wagenstraße“ handeln.

Sage zur Entstehung der Wartburg:

Über Eisenach, wo der alten Sage nach in grauen Zeiten ein König herrschte, hob ragend über alle Nachbarberge ein felsreicher Gipfel hervor, welcher von Menschen nur selten betreten wurde. Der mächtige Graf Ludwig der Springer, welcher auf der Schauenburg wohnte, verfolgte einst auf der Jagd ein Tier. Er jagte ihm lange nach, bis er auch den Berg erreichte, auf dem heute die Wartburg steht. Da das Wildtier hier nicht mehr zu sehen war, setzte er sich ermüdet auf die Spitze des Berges. Als er sich von hier aus umschaute, gefiel ihm die wundervolle Umgebung und er rief aus: „Wart‘ Berg; du sollst eine Burg tragen!“ Jedoch gehörte der Berg nicht zu seinem Land und er erdachte eine List. Er rief zwölf Ritter, die in der Nacht Erde von seiner Schauenburg in Körben auf den Gipfel des Berges schaffen mussten. Auf dieser Erde erbaute er seine Burg. Als der rechtmäßige Besitzer davon erfuhr, verklagte er Ludwig beim Kaiser. In der Verhandlung schworen die zwölf Ritter als Zeugen, dass die Burg auf Ludwigs Boden erbaut worden sei. So erhielt Ludwig den Berg als sein Eigentum.
(Quelle: nach Ludwig Bechstein, Deutsches Sagenbuch, Leipzig 1853)

Marienblick zur Wartburg
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